Discussion:
MwSt. auf Treibstoff - Sind CSU-Bayern nicht doch dümmer als Ossies?
(zu alt für eine Antwort)
Will Berghoff
2005-09-02 09:32:10 UTC
Permalink
Stoiber möchte den Bürgern einen Teil der wegen der
Benzinpreiserhöhungen gezahlten USt zurückgeben.

Dieser Vorschlag enttarnt die Dummheit oder die vorsätzliche Verdummung
der bayerischen Bürger.

Wie kann es ein, dass dem Staat Mehreinnahmen in der USt durch
Preiserhöhungen entstehen? Dies wäre doch nur dann der Fall, wenn die
steuerpflichtigen Umsätze global steigen. Es ist aber aufgrund der
durch die Einkommen begrenzten Ausgabemittel nur damit zu rechnen, dass
sich die Umsätze von anderen steuerpflichtigen Ausgaben auf die
erhöhten Treibstoffausgaben verlagern.

Den Unternehmen ist die MwSt. auf Treibstoffe ja ohnehin wurscht.

Wo bitte, Herr Stoiber, liegt hier ein potentieller Mehrerlös des
Staates aus der USt?

Spätestens jetzt ist die Aussages des obersten bayerischen
Bierzeltdemagogen über die höhere Intelligenz bayersicher Rindviecher
und anderer Ureinwohner dieses schönen Landes relativiert.

Pfüa' Gott!

Will
Sirko Rosenberg
2005-09-02 09:47:07 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Will Berghoff
Wie kann es ein, dass dem Staat Mehreinnahmen in der USt durch
Preiserhöhungen entstehen? Dies wäre doch nur dann der Fall, wenn die
steuerpflichtigen Umsätze global steigen. Es ist aber aufgrund der
durch die
Post by Will Berghoff
Einkommen begrenzten Ausgabemittel nur damit zu rechnen, dass sich die
Umsätze von anderen steuerpflichtigen Ausgaben auf die erhöhten
Treibstoffausgaben verlagern.
Den Unternehmen ist die MwSt. auf Treibstoffe ja ohnehin wurscht.
Wo bitte, Herr Stoiber, liegt hier ein potentieller Mehrerlös des
Staates aus
Post by Will Berghoff
der USt?
Bei einem Literpreis Benzin von 1,42 sind 0,20 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,25 sind 0,17 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,09 sind 0,15 € Mwst. enthalten.
Ein höhere Nettopreis führt also auch zu mehr Mwst.einnahmen, allerdings
fahren die Leute wahrscheinlich auch weniger. Wäre aber mal interessant
beides zu vergleichen.

Sirko Rosenberg
Will Berghoff
2005-09-02 09:56:07 UTC
Permalink
Post by Sirko Rosenberg
Bei einem Literpreis Benzin von 1,42 sind 0,20 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,25 sind 0,17 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,09 sind 0,15 € Mwst. enthalten.
Ein höhere Nettopreis führt also auch zu mehr Mwst.einnahmen,
allerdings fahren die Leute wahrscheinlich auch weniger. Wäre aber
mal interessant beides zu vergleichen.
Bayer?

Wenn ein AN im Monat 1.160 EURO ausgeben kann, so bezieht er dafür
Waren im Wert von EUR 1.000 (Waren mit vermindertem USt-Satz mal nicht
berücksichtigt). Ob dabei 200 oder 250 EUR Ausgaben für Sprit sind, ist
nicht von Bedeutung. In jedem Fall erhält der Staat 160 EUR MwSt.

Der AN kann und wird mangels Masse nicht mehr als eben diese 1.160 EURO
ausgeben, oder ist eine schleichende Verschuldung der Bürger hier
bereits eingerechnet?

Gruß
Will
Lutz Schulze
2005-09-02 09:59:00 UTC
Permalink
On Fri, 2 Sep 2005 11:56:07 +0200, "Will Berghoff"
Post by Will Berghoff
Der AN kann und wird mangels Masse nicht mehr als eben diese 1.160 EURO
ausgeben, oder ist eine schleichende Verschuldung der Bürger hier
bereits eingerechnet?
Die Sparquote könnte zurückgehen (soll es ja noch geben). Höhere
Spritpreise als Patentrezept gegen Angstsparer? Alles nicht so
einfach.

Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
jetzt neu: Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk
Test im IT-Administrator: http://www.messpc.de/MessPC-Testbericht-ITA.pdf
http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke
Sirko Rosenberg
2005-09-02 10:10:16 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Post by Sirko Rosenberg
Bei einem Literpreis Benzin von 1,42 sind 0,20 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,25 sind 0,17 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,09 sind 0,15 € Mwst. enthalten.
Ein höhere Nettopreis führt also auch zu mehr Mwst.einnahmen,
allerdings fahren die Leute wahrscheinlich auch weniger. Wäre aber
mal interessant beides zu vergleichen.
Bayer?
Sachse.
Post by Will Berghoff
Wenn ein AN im Monat 1.160 EURO ausgeben kann, so bezieht er dafür Waren im
Wert von EUR 1.000 (Waren mit vermindertem USt-Satz mal nicht
berücksichtigt). Ob dabei 200 oder 250 EUR Ausgaben für Sprit sind, ist nicht
von Bedeutung. In jedem Fall erhält der Staat 160 EUR MwSt.
Die Rechnung ist quatsch, weil sie unterstellt das die Bürger kein Geld
mehr hätten. Die Sparquote in D liegt bei über 10 %. Die Bürger können
also mehr ausgeben, ob sie das wollen steht auf einem anderen Blatt.

Sirko Rosenberg
Axel Böhm
2005-09-02 10:18:32 UTC
Permalink
Am Fri, 02 Sep 2005 12:10:16 +0200, schrieb "Sirko Rosenberg"
Post by Sirko Rosenberg
Die Rechnung ist quatsch, weil sie unterstellt das die Bürger kein Geld
mehr hätten. Die Sparquote in D liegt bei über 10 %. Die Bürger können
also mehr ausgeben, ob sie das wollen steht auf einem anderen Blatt.
Kein Wunder das ich nicht mehr sparen kann, wenn jemand immer meine 10
% klaut.

Also wer von Euch ist es?

Grüße

Axel
Martin Hentrich
2005-09-02 10:20:20 UTC
Permalink
Die Rechnung ist quatsch,...
Die Rechnung ist genau richtig, leider aber mit der herrschenden
Ideologie des Wahlkampfes nicht kompatibel.
... weil sie unterstellt das die Bürger kein Geld
mehr hätten.
Nein. Sie unterstellt, daß die Bürger nur eine gleichbleibende
begrenzte Geldmenge haben.
Die Sparquote in D liegt bei über 10 %.
Und das ist auch so gewollt, weil man den Bürgern erzählt, daß sie in
immer stärkerem Maße für die eigene Altersvorsorge Sorge zu tragen
hätten, da sind 10% grade richtig. Wowereit!
Die Bürger können
also mehr ausgeben, ob sie das wollen steht auf einem anderen Blatt.
Ob sie das auf Kosten ihrer dann späteren Altersarmut auch sollten auf
einem noch anderen.

Als ideologische Keule ist das Stoiber-Argument aber von den
MwSt-Erhöhern immer gut zu gebrauchen.

Martin
Sirko Rosenberg
2005-09-02 11:01:40 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Martin Hentrich
Die Rechnung ist quatsch,...
Die Rechnung ist genau richtig, leider aber mit der herrschenden
Ideologie des Wahlkampfes nicht kompatibel.
Wieso?
Post by Martin Hentrich
Die Sparquote in D liegt bei über 10 %.
Und das ist auch so gewollt, weil man den Bürgern erzählt, daß sie in
immer stärkerem Maße für die eigene Altersvorsorge Sorge zu tragen
hätten, da sind 10% grade richtig. Wowereit!
Die Bürger können
also mehr ausgeben, ob sie das wollen steht auf einem anderen Blatt.
Ob sie das auf Kosten ihrer dann späteren Altersarmut auch sollten auf
einem noch anderen.
Richtig, aber darum geht es hier nicht. Es wurde nur deutlich gemacht
das der Staat durch höhere Benzinpreise mehr Mwst.-Einnahmen hat.
Ob diese Zusatzeinnahmen aber wirklich kommen hängt letztendlich vom
Verbrauch ab. Wenn dieser jetzt sinkt kann sich auch ein anderes Bild
ergeben.

Sirko Rosenberg
Axel Böhm
2005-09-02 11:16:14 UTC
Permalink
Am Fri, 02 Sep 2005 13:01:40 +0200, schrieb "Sirko Rosenberg"
Post by Sirko Rosenberg
Richtig, aber darum geht es hier nicht. Es wurde nur deutlich gemacht
das der Staat durch höhere Benzinpreise mehr Mwst.-Einnahmen hat.
Ob diese Zusatzeinnahmen aber wirklich kommen hängt letztendlich vom
Verbrauch ab. Wenn dieser jetzt sinkt kann sich auch ein anderes Bild
ergeben.
Der Verbrauch wird vermutlich nicht sinken, aber dafür werden die
Menschen weniger andere Waren kaufen und somit werden die
Umsatzsteuereinnahmen für den Staat wieder sinken, bzw. im Ergebnis
sich nicht verändern.

Aber für einen Wahlkampf ist es immer gut.

Grüße

Axel
Will Berghoff
2005-09-02 11:22:35 UTC
Permalink
Post by Axel Böhm
Der Verbrauch wird vermutlich nicht sinken, aber dafür werden die
Menschen weniger andere Waren kaufen und somit werden die
Umsatzsteuereinnahmen für den Staat wieder sinken, bzw. im Ergebnis
sich nicht verändern.
Aber für einen Wahlkampf ist es immer gut.
Dies ist IMHO auch das wichtigste Argument für jeden Unternehmer, sich
einer jeden Steuer- und Abgabenerhöhung zu widersetzen, auch wenn sie
ihn nicht direkt trifft. Diesen Mechanismus scheinen aber weder Rot
noch Schwarz noch BDI oder DIHK zu begreifen.

Es ist einfach schauerlich, wie wenig wirkliche Kompetenz in unseren
Vertetungen noch vorhanden ist.

Gruß
Will
Sirko Rosenberg
2005-09-02 11:37:40 UTC
Permalink
Post by Axel Böhm
Der Verbrauch wird vermutlich nicht sinken, aber dafür werden die
Menschen weniger andere Waren kaufen und somit werden die
Umsatzsteuereinnahmen für den Staat wieder sinken, bzw. im Ergebnis
sich nicht verändern.
Aber für einen Wahlkampf ist es immer gut.
Dies ist IMHO auch das wichtigste Argument für jeden Unternehmer, sich einer
jeden Steuer- und Abgabenerhöhung zu widersetzen, auch wenn sie ihn nicht
direkt trifft. Diesen Mechanismus scheinen aber weder Rot noch Schwarz noch
BDI oder DIHK zu begreifen.
Für die meisten Unternehmen ist die Mwst. nur ein durchlaufender
Posten. Für diese Unternehmen ist es unerheblich ob die Mwst. steigt.
Die einzigen die davon betroffen sind sind Handel und Handwerk. Aber
auch hier wird die Wirkung überschätzt. Denn gleichzeitig sparen diese
Unternehmen auch an einer Senkung der Lohnnebenkosten, was sich auch
auf den Endpreis auswirken kann.

Sirko Rosenberg
Will Berghoff
2005-09-02 11:48:09 UTC
Permalink
Post by Sirko Rosenberg
Für die meisten Unternehmen ist die Mwst. nur ein durchlaufender
Posten. Für diese Unternehmen ist es unerheblich ob die Mwst. steigt.
Die einzigen die davon betroffen sind sind Handel und Handwerk. Aber
auch hier wird die Wirkung überschätzt. Denn gleichzeitig sparen
diese Unternehmen auch an einer Senkung der Lohnnebenkosten, was
sich auch auf den Endpreis auswirken kann.
Hier zeigt sich eben die deutlich zu kurze Sicht auf die Realität des
Lebens. Die Mittel des Verbrauchers sind endlich - und jedes
wirtschaftliche Handeln in unserer Gesellschaft wird letztlich vom
Verbraucher angestossen. B2B ist nur eine Vorstufe von B2C.

Bei der derzeitigen Preissensibilität von Consumerprodukten bedeutet
jede MwSt.-Erhöhung eine Senkung von Umsatz und/oder Marge in der
Gesamtwirtschaft. Mitunter dauert es in der Industrie nur etwas länger,
bis es durchschlägt, aber auch bei Alfa bis VW wird man es eben auch
sofort merken.

Gruß
Will
Florian Kleinmanns
2005-09-02 12:03:10 UTC
Permalink
Post by Sirko Rosenberg
Für die meisten Unternehmen ist die Mwst. nur ein durchlaufender
Posten. Für diese Unternehmen ist es unerheblich ob die Mwst. steigt.
Die einzigen die davon betroffen sind sind Handel und Handwerk.
Also so gut wie alle.
Post by Sirko Rosenberg
Aber
auch hier wird die Wirkung überschätzt. Denn gleichzeitig sparen diese
Unternehmen auch an einer Senkung der Lohnnebenkosten, was sich auch
auf den Endpreis auswirken kann.
Wenn die Mehrwertsteuererhöhung und die Senkung der Lohnnebenkosten sich
gegenseitig aufheben, kann man auch beides ganz sein lassen.

Grüße
Florian
--
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"Reply-To" address only.
Michael Dietrich
2005-09-06 10:39:19 UTC
Permalink
Post by Florian Kleinmanns
Wenn die Mehrwertsteuererhöhung und die Senkung der Lohnnebenkosten sich
gegenseitig aufheben, kann man auch beides ganz sein lassen.
Nein, sie sollen sich für den Staatshaushalt aufheben, nicht aber für
die Bürger und die Unternehmen.

Was letztendlich damit erreicht werden soll, ist zum einen die Senkung
der Lohnnebenkosten, was den Arbeitnehmer und die Unternehmen
besserstellt, zum anderen eine höhere Belastung Besserverdienender,
weil diese aufgrund der EkSt-Gesetzgebung bisher relativ wenig Steuern
zahlen, über ihren deutlich höheren Konsum nun mehr abdrücken
müssen, außerdem werden über die MwSt im Gegensatz zur EkSt auch
Selbständige, Beamte, Rentner, Kapitalanleger, Politiker usw.
erreicht.
Der kleine Arbeitnehmer profitiert am meisten, weil er geringere EkSt.
zu zahlen hat, seine Hauptausgaben, wie Miete (0% MwSt), Versicherungen
(0%MwSt)und Lebensmittel (7%MwSt)von der Erhöhung gar nicht beroffen
sind.

Michael
Ahmed Martens
2005-09-06 10:52:29 UTC
Permalink
Hallo Michael,
Post by Michael Dietrich
Post by Florian Kleinmanns
Wenn die Mehrwertsteuererhöhung und die Senkung der Lohnnebenkosten sich
gegenseitig aufheben, kann man auch beides ganz sein lassen.
Nein, sie sollen sich für den Staatshaushalt aufheben, nicht aber für
die Bürger und die Unternehmen.
Was letztendlich damit erreicht werden soll, ist zum einen die Senkung
der Lohnnebenkosten, was den Arbeitnehmer und die Unternehmen
besserstellt, zum anderen eine höhere Belastung Besserverdienender,
weil diese aufgrund der EkSt-Gesetzgebung bisher relativ wenig Steuern
zahlen, über ihren deutlich höheren Konsum nun mehr abdrücken
müssen, außerdem werden über die MwSt im Gegensatz zur EkSt auch
Selbständige, Beamte, Rentner, Kapitalanleger, Politiker usw.
erreicht.
Der kleine Arbeitnehmer profitiert am meisten, weil er geringere EkSt.
zu zahlen hat, seine Hauptausgaben, wie Miete (0% MwSt), Versicherungen
(0%MwSt)und Lebensmittel (7%MwSt)von der Erhöhung gar nicht beroffen
sind.
also das ist eine Mär. Alle werden daraufzahlen müssen, vorallem aber
die Renter und Arbeitslosen, da diese keinerlei Rückfluß erhalten.

Dein Beispiel mit der Miete hinkt ganz erheblich. Es ist zwar richtig,
dass die Vermietung an Privatleute steuerfrei ist, dass bedeutet aber
auch, dass kein Vorsteuerabzug besteht. Daraus folgt ganz unweigerlich,
dass die Nebenkosten um die USt. erhöht werden. Und das ist die Sauerei.
Die Zeche zahlen wieder diejenigen, die sowieso am wenigsten haben.

Gruß Ahmed
--
Antworten bitte nur in der Newsgroup.
Axel Böhm
2005-09-02 17:48:24 UTC
Permalink
Am Fri, 02 Sep 2005 13:37:40 +0200, schrieb "Sirko Rosenberg"
Post by Sirko Rosenberg
Dies ist IMHO auch das wichtigste Argument für jeden Unternehmer, sich einer
jeden Steuer- und Abgabenerhöhung zu widersetzen, auch wenn sie ihn nicht
direkt trifft. Diesen Mechanismus scheinen aber weder Rot noch Schwarz noch
BDI oder DIHK zu begreifen.
Für die meisten Unternehmen ist die Mwst. nur ein durchlaufender
Posten. Für diese Unternehmen ist es unerheblich ob die Mwst. steigt.
Die einzigen die davon betroffen sind sind Handel und Handwerk.
Für die die Umsatzsteuer ebenso durchlaufender Posten ist. Also ist es
denen auch egal wie hoch die Umsatzsteuer ist.
Post by Sirko Rosenberg
Aber
auch hier wird die Wirkung überschätzt. Denn gleichzeitig sparen diese
Unternehmen auch an einer Senkung der Lohnnebenkosten, was sich auch
auf den Endpreis auswirken kann.
Wenn man so naiv ist und Hr. Stoiber glaubt, dass die Lohnnebenkosten
bei einer Steuererhöhung gesenkt werden.

Grüße

Axel
Lutz Schulze
2005-09-02 18:59:03 UTC
Permalink
On Fri, 02 Sep 2005 19:48:24 +0200, Axel Böhm
Post by Axel Böhm
Post by Sirko Rosenberg
Für die meisten Unternehmen ist die Mwst. nur ein durchlaufender
Posten. Für diese Unternehmen ist es unerheblich ob die Mwst. steigt.
Die einzigen die davon betroffen sind sind Handel und Handwerk.
Für die die Umsatzsteuer ebenso durchlaufender Posten ist. Also ist es
denen auch egal wie hoch die Umsatzsteuer ist.
Das ist zu kurz gesprungen. Die Marge kommt für den Handel aus dem
Nettopreis, der Kunde kann sein Geld aber auch nur einmal ausgeben.

Der Handwerker merkt mit steigender Umsatzsteuer immer stärkere
Konkurrenz durch Schwarzarbeit.

Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
jetzt neu: Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk
Test im IT-Administrator: http://www.messpc.de/MessPC-Testbericht-ITA.pdf
http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke
Arnold Nipper
2005-09-02 11:19:24 UTC
Permalink
Post by Sirko Rosenberg
Richtig, aber darum geht es hier nicht. Es wurde nur deutlich gemacht
das der Staat durch höhere Benzinpreise mehr Mwst.-Einnahmen hat.
Korrekt ist, dass der Staat pro Liter Treibstoff höhere Steuereinnahmen
hat. Ob, diese Rechnung allerdings dann auch globaler gesehen für
Einnahmen bei Treibstoff aufgeht, ist eine andere Frage, da die
Bevölkerung uU spart.

Wie ein Vorposter aber richtig anmerkte, ist dir MwSt pro ausgebenen
Euro exakt 16 Cent (Angie-Rechnung ;-)) Und wenn der Bundesbürger seine
2kEuro pro Monat ausgibt hat, dann ist das egal wofür (% der beiden
MwSt-Sätze). Unterm Strich sind das immer 320 Euro (Angie-Rechnung, weil
einfacher).

Mehr kann der Staat nur einnehmen, wenn die Leute mehr ausgeben oder
wenn der MwSt-Satz steigt.



Arnold
--
Arnold Nipper, AN45
Axel Böhm
2005-09-02 17:50:31 UTC
Permalink
Am Fri, 02 Sep 2005 13:19:24 +0200, schrieb Arnold Nipper
(Angie-Rechnung, weil einfacher).
Ist der Anspruch an Bundeskanzler schon so tief gesunken? ;-)

Grüße

Axel
Martin Hentrich
2005-09-02 11:19:41 UTC
Permalink
Post by Sirko Rosenberg
Richtig, aber darum geht es hier nicht. Es wurde nur deutlich gemacht
das der Staat durch höhere Benzinpreise mehr Mwst.-Einnahmen hat.
Und diese Aussage ist eben falsch! Der Staat hat lediglich mehr
MwSt-Einnahmen durch Benzin, aber eben geringere MwSt-Einnahmen bei
anderen Waren, weil das Geld schon für Benzin ausgegeben wurde.
Post by Sirko Rosenberg
Ob diese Zusatzeinnahmen aber wirklich kommen hängt letztendlich vom
Verbrauch ab....
Welchen Verbrauch? Den Verbrauch an Benzin?
Post by Sirko Rosenberg
... Wenn dieser jetzt sinkt kann sich auch ein anderes Bild
ergeben.
Es *ist* ein anderes Bild und die Stoiber-Aussage ist demagogisch.
Ob man es nun mal wahr haben will oder nicht.

Martin
Sirko Rosenberg
2005-09-02 11:33:57 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
Post by Sirko Rosenberg
Richtig, aber darum geht es hier nicht. Es wurde nur deutlich gemacht
das der Staat durch höhere Benzinpreise mehr Mwst.-Einnahmen hat.
Und diese Aussage ist eben falsch! Der Staat hat lediglich mehr
MwSt-Einnahmen durch Benzin, aber eben geringere MwSt-Einnahmen bei
anderen Waren, weil das Geld schon für Benzin ausgegeben wurde.
Das ist eine mögliche Theorie. Ob das wirklich passiert kann ich nicht
beurteilen da mir die Zahlen nicht vorliegen. Das hatte ich aber auch
schon in meinem ersten Posting deutlich gemacht.
Post by Martin Hentrich
Post by Sirko Rosenberg
Ob diese Zusatzeinnahmen aber wirklich kommen hängt letztendlich vom
Verbrauch ab....
Welchen Verbrauch? Den Verbrauch an Benzin?
Den habe ich gemeint.
Post by Martin Hentrich
Post by Sirko Rosenberg
... Wenn dieser jetzt sinkt kann sich auch ein anderes Bild
ergeben.
Es *ist* ein anderes Bild und die Stoiber-Aussage ist demagogisch.
Ob man es nun mal wahr haben will oder nicht.
Ich habe die Aussage bisher nicht bewertet, da ich sie nicht im orginal
kenne. Das es hier auch Wahlkampf geht ist ja nicht zu übersehen.

Sirko Rosenberg
Martin Hentrich
2005-09-02 11:59:29 UTC
Permalink
Post by Sirko Rosenberg
Post by Martin Hentrich
Und diese Aussage ist eben falsch! Der Staat hat lediglich mehr
MwSt-Einnahmen durch Benzin, aber eben geringere MwSt-Einnahmen bei
anderen Waren, weil das Geld schon für Benzin ausgegeben wurde.
Das ist eine mögliche Theorie.
Nein. Fakt.

Wer anderes behauptet unterstellt, daß die Bürger das teure Benzin mit
Geld aus ihrem Sparstrumpf kaufen. Das ist Lötzinn.
Post by Sirko Rosenberg
Ob das wirklich passiert kann ich nicht
beurteilen da mir die Zahlen nicht vorliegen.
Niemandem liegen irgendwelche Zahlen vor. Daß das Einkommen der Bürger
aber eben nur einmal verteilt werden kann ist simpel.
Post by Sirko Rosenberg
Das hatte ich aber auch
schon in meinem ersten Posting deutlich gemacht.
Auf irgendwelche Zahlen zum Benzinverbrauch der km-Leistung oder dem
MwSt-Satz kommt es gar nicht an. Es gibt einfach keinen
gesamtwirtschaftlichen Effekt, der zu Umsatzsteuermehreinnahmen des
Staates führt, es gibt nur Verschiebungen.

Und in deinem Posting <news:df972r$sju$05$***@news.t-online.com> hast
du gar nichts *deutlich* gemacht.

Martin
Sirko Rosenberg
2005-09-02 12:20:29 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
Post by Sirko Rosenberg
Post by Martin Hentrich
Und diese Aussage ist eben falsch! Der Staat hat lediglich mehr
MwSt-Einnahmen durch Benzin, aber eben geringere MwSt-Einnahmen bei
anderen Waren, weil das Geld schon für Benzin ausgegeben wurde.
Das ist eine mögliche Theorie.
Nein. Fakt.
Dann beweise es.
Post by Martin Hentrich
Post by Sirko Rosenberg
Ob das wirklich passiert kann ich nicht
beurteilen da mir die Zahlen nicht vorliegen.
Niemandem liegen irgendwelche Zahlen vor. Daß das Einkommen der Bürger
aber eben nur einmal verteilt werden kann ist simpel.
10% des Einkommens der Bürger landen im Sparstrumpf, werden also nicht
verteilt. Dieser Betrag steht also für den Konsum zur Verfügung. Ob die
Bürger dieses Geld nehmen bzw. nehmen müssen können wir hier nicht
beurteilen.
Wenn die Bürger allerdings die 10% weiter zurücklegen wollen, werden
sie woanders sparen. Doch woran? Es gibt unzählige Konsumprodukte die
mit dem "kleinen" Mwst.satz belegt sind. Ein +/- Null Rechnung ist
daher viel zu einfach gerechnet.

Sirko Rosenberg
Will Berghoff
2005-09-02 12:26:06 UTC
Permalink
Im News-Beitrag: ***@gmx.net tippte Sirko
Rosenberg:
...
Post by Sirko Rosenberg
Wenn die Bürger allerdings die 10% weiter zurücklegen wollen, werden
sie woanders sparen. Doch woran? Es gibt unzählige Konsumprodukte die
mit dem "kleinen" Mwst.satz belegt sind. Ein +/- Null Rechnung ist
daher viel zu einfach gerechnet.
Yep, Du hast nun Recht und ich ein ruhiges Wochenende. Steht nicht vor
Sachsen auch "Freistaat"? Vom grossen Bruder lernen heisst Siegen
lernen!

Gruß
Will
Sirko Rosenberg
2005-09-02 12:37:43 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
...
Post by Sirko Rosenberg
Wenn die Bürger allerdings die 10% weiter zurücklegen wollen, werden
sie woanders sparen. Doch woran? Es gibt unzählige Konsumprodukte die
mit dem "kleinen" Mwst.satz belegt sind. Ein +/- Null Rechnung ist
daher viel zu einfach gerechnet.
Yep, Du hast nun Recht und ich ein ruhiges Wochenende. Steht nicht vor
Sachsen auch "Freistaat"? Vom grossen Bruder lernen heisst Siegen lernen!
Schade. Nur wenn man etwas ausdiskutiert kann man zu einem Ergebnis
kommen. Na dann ein grübelfreies Wochenende.

Sirko Rosenberg
Martin Hentrich
2005-09-02 12:39:51 UTC
Permalink
Post by Sirko Rosenberg
Ein +/- Null Rechnung ist
daher viel zu einfach gerechnet.
Stimmt schon, aber die Stoibersche nur +Rechnung auch.

Also haben wir beide Recht... ;-)

Martin
Sirko Rosenberg
2005-09-02 12:45:47 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
Post by Sirko Rosenberg
Ein +/- Null Rechnung ist
daher viel zu einfach gerechnet.
Stimmt schon, aber die Stoibersche nur +Rechnung auch.
Stimmt.
Post by Martin Hentrich
Also haben wir beide Recht... ;-)
Na das ist doch mal ein Ergebnis. :-)
Schönes Wochenende.

Sirko Rosenberg
Michael Dietrich
2005-09-06 10:51:48 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
Und diese Aussage ist eben falsch! Der Staat hat lediglich mehr
MwSt-Einnahmen durch Benzin, aber eben geringere MwSt-Einnahmen bei
anderen Waren, weil das Geld schon für Benzin ausgegeben wurde.
Nicht ganz. Man bedenke folgendes:

1. Ein Teil der Bürger spart an Dingen, die keiner oder der
reduzierten MwSt. unterliegen, um die höhere MwSt. auf Treibstoff
auszugleichen.
2. Ein Teil der Bürger verwendet Ersparnisse, um den Lebensstil nicht
ändern zu müssen.
3. Würden die Abgaben auf Treibstoff gesenkt, würde der eingesparte
Teil wieder in anderen Konsum fließen, was die Bürger und die
Händler glücklich macht.
4. Firmenfahrzeuge werden nicht weniger bewegt und verbrauchen die
selbe Menge Treibstoff, was zu höheren MwSt.-Einnahmen führt.
5. Der Tanktourismus würde sich auf grenznähere Gebiete (je geringer
der Preisunterschied zwischen In- und Ausand, desto geringer die
Entfernung, die es sich lohnt zu fahren) beschränken, was zu mehr in D
getanktem und auch versteuertem Benzin führt.
6. Deutschland ist Transitland, viele ausländische Fahrzeuge tanken
hier, der dadurch ausfalende Konsum fällt jedoch zu Lasten der
Steuereinnahmen der jeweiligen Heimatländer.

Es gibt sicherlich noch weitere Beispiele, wieso die eingenomene MwSt.
bei steigenden Benzinreisen steigt, da der deutsche Privatmann mit klar
begrenzten finanziellen Mitteln längst nicht der einzige ist, der
tankt.

Michael
Will Berghoff
2005-09-06 11:06:39 UTC
Permalink
Post by Michael Dietrich
4. Firmenfahrzeuge werden nicht weniger bewegt und verbrauchen die
selbe Menge Treibstoff, was zu höheren MwSt.-Einnahmen führt.
Aber sicher doch.

Rechne mir das mal vor.

0 plus 10% von 0 ist?

Gruß
Will (zieht Vorsteuer auch beim Treibstoffkauf)
Martin Hentrich
2005-09-06 11:25:37 UTC
Permalink
Post by Michael Dietrich
Es gibt sicherlich noch weitere Beispiele, wieso die eingenomene MwSt.
bei steigenden Benzinreisen steigt,
Sicher, irgendetwas bleibt da auch hängen. Das ist aber weder
hinreichend genau *berechenbar* noch irgendwie rekonstruierbar. Diese
Beträge sind fiktiv und illusionär - eben viel mehr heiße politische
Luft als faktischer Betrag.

So etwas ist ein wunderbarer Nährboden für simplen ideologischen
Vereinfachungspopulismus.

Martin
Gerhard Faehling
2005-09-06 15:57:41 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
So etwas ist ein wunderbarer Nährboden für simplen ideologischen
Vereinfachungspopulismus.
na also - dann hat er sich doch direkt auf das Niveau der Argumentation
von Will begeben. Passt doch...

Ciao

Gerhard
Martin Hentrich
2005-09-06 16:03:47 UTC
Permalink
On Tue, 06 Sep 2005 17:57:41 +0200, Gerhard Faehling
Post by Gerhard Faehling
na also - dann hat er sich doch direkt auf das Niveau der Argumentation
von Will begeben. Passt doch...
Oh - die Argumente sind schon sachlich richtig.

Allerdings überdecktt das ganze Schimpfwort-Gedöns als Soße den
sachlich korrekten Braten.

Und solche Soße mag ich nicht, wenn man den Braten aber da raus zieht
und putzt, dann bleibt die harte Realität des faktischen. Und darum
geht's.

Martin
Michael Dietrich
2005-09-08 12:34:49 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
Sicher, irgendetwas bleibt da auch hängen. Das ist aber weder
hinreichend genau *berechenbar* noch irgendwie rekonstruierbar. Diese
Beträge sind fiktiv und illusionär - eben viel mehr heiße politische
Luft als faktischer Betrag.
So, jetzt gibt es auch eine Untersuchung dazu:

"Wegen der Explosion der Spritpreise wollen die deutschen Verbraucher
laut einer Umfrage jetzt stärker bei Lebensmitteln,
Einrichtungsgegenständen und Kleidung sparen."

"Danach wollen 59 Prozent der 1.200 befragten Frauen und Männer ab 18
Jahren an Haus und Wohnung sparen, 43 Prozent planen geringere Ausgaben
für Kleidung und 36 Prozent gaben an, günstigere Lebensmittel zu
kaufen."

http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wirtschaft/finanzen/deutschland/nrw/106105

Und 100€ weniger bei Lebensmittel macht 7€ MwSt.-Mindereinnahmen,
100€ mehr bei Benzin macht 16€ MwSt.-Mehreinnahmen.

Michael
T. Fink
2005-09-08 12:54:15 UTC
Permalink
Und 100€ weniger bei Lebensmittel macht 7€ MwSt.-Mindereinnahmen,
Da die MwSt schon in den Preisen ententhalten sind (für Endverbraucher),
sind es etwa 6,54€
100€ mehr bei Benzin macht 16€ MwSt.-Mehreinnahmen.
aus o.g. Grund nur 13,79€

Ja,ja, schon tüsckisch das mit vermehrtem und vermindertem Grundwert
usw. ;-)

Cheers

Torsten
--
Kill Holzmichl!
Martin Hentrich
2005-09-08 13:18:08 UTC
Permalink
Post by Michael Dietrich
Und 100€ weniger bei Lebensmittel macht 7€ MwSt.-Mindereinnahmen,
100€ mehr bei Benzin macht 16€ MwSt.-Mehreinnahmen.
Das ist beides flasch.

Rechne mal vom Hundert und im Hundert... :-))

Und dann hast du auch das Sparen in haus und Wohnung sowie bei
bekleidung idnoriert. Da sind es 16%. Und bei den billigen deutschen
Discount-Lebensmittelpreisen zu sparen ist recht schwer. Da geht man
eben weniger ins restaurant oder zu MsDoof, dort sind es aber auch
16%.

Der Effekt ist minimal.

Martin
Michael Dietrich
2005-09-08 14:48:08 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
Rechne mal vom Hundert und im Hundert... :-))
Jaja, hast ja recht.
Nehmen wir eben 107 bzw. 116€, dann stimmts wieder.
Post by Martin Hentrich
Und dann hast du auch das Sparen in haus und Wohnung sowie bei
bekleidung idnoriert. Da sind es 16%.
Deswegen ist das auch hier irrelevant, da keine Veränderung.
Post by Martin Hentrich
Und bei den billigen deutschen
Discount-Lebensmittelpreisen zu sparen ist recht schwer. Da geht man
eben weniger ins restaurant oder zu MsDoof, dort sind es aber auch
16%.
Sparen an Lebensmitteln heißt nicht, die Milch für 69ct. statt für
73ct. zu kaufen, sondern Brot statt Brötchen, Würstchen statt
Rinderbraten usw. usw.

Und wer am Essen sparen muß, ist auch vorher schon nicht Essen
gegangen.
Post by Martin Hentrich
Der Effekt ist minimal.
Vielleicht, ich weiß es nicht.
Es geht immerhin um ein Drittel der Bevölkerung.

Michael
Will Berghoff
2005-09-08 18:51:31 UTC
Permalink
Post by Michael Dietrich
Post by Martin Hentrich
Der Effekt ist minimal.
Vielleicht, ich weiß es nicht.
Es geht immerhin um ein Drittel der Bevölkerung.
Um wieviel pro Kopf geht es eigentlich?

idealisierte Rechnung (bei Diesel wird es noch weniger)
Durchschnittsfahrlesitung je Jahr privat 10.000km
Durchschnittsverbrauch Benzin 7,5l
750 l bei 1,09l /1,39EUR bringt ein zus. MwSt.-Aufkommen von 31,03 EUR
beim Treibstoffumsatz im Jahr (was sicher nicht so lange währen wird).
Monatlich sind es also 2,59.

Ich fahre z.B. nach Möglichkeit mehr mit dem A170 (5,5l D) als mit dem
ML (13l S) und gut ist es.

Gruß
Will
Martin Hentrich
2005-09-08 19:35:58 UTC
Permalink
Post by Michael Dietrich
Post by Martin Hentrich
Und dann hast du auch das Sparen in haus und Wohnung sowie bei
bekleidung idnoriert. Da sind es 16%.
Deswegen ist das auch hier irrelevant, da keine Veränderung.
Eben nicht irrelevant. Es gibt ein Maximum: Wenn alle (!), die mehr
Geld für Sprit ausgeben, dies aus dem Sparstrumpf nehmen (MwSt. Null)
dann nimmt der Staat aus der Preiserhöhung mehr Umsatzsteuer ein. Dann
verdient der Staat an den Machenschaften der Ölkonzerne.

Dieses Maximum wird aber geschmälert, wenn die Mehrausgaben aus dem
Nichteinkauf von Waren stammen. Es kommt zu keinerlei Mehreinnahmen
(Minimum) wenn die Leutz an solchen Waren sparen, die ebenfalls mit
16% MwSt besteuert werden, wie der Sprit.

Zu solchen Waren gehören Bekleidung, Multimedia etc.

Ist also nicht irrevant, sondern je mehr davon nicht gekauft wird und
stattdessen der teure Sprit führt zur Verringerung der
"Stoiber-Effekts".
Post by Michael Dietrich
Post by Martin Hentrich
Und bei den billigen deutschen
Discount-Lebensmittelpreisen zu sparen ist recht schwer. Da geht man
eben weniger ins restaurant oder zu MsDoof, dort sind es aber auch
16%.
Sparen an Lebensmitteln heißt nicht, die Milch für 69ct. statt für
73ct. zu kaufen, sondern Brot statt Brötchen, Würstchen statt
Rinderbraten usw. usw.
Das Wie ist irrevant. Es geht um die Ausgabensumme. Hast du im Jahr
200 Euronen für Sprit *mehr ausgegeben (Laufleistung 30.000 km; 10
Liter auf 100 km macht Verbrauch von 3.000 Litern:
a) Preis 1,00 Euronen brutto sind 413,79 Euro MwSt drin
b) Preis 1,50 Euronen brutto sind 620,69 Euro MwSt drin
Du siehst, bei dieser wahrlich extremen Rechnung sackt der Staat
maximal 206,90 Euro mehr ein.

Der Bürger hat aber 1.500 Euro weniger zum Ausgeben, weil er dafür
teuren Sprit gekauft hat. Da spart er nun vielleicht 500 Euro am Essen
beim Einkaufen, was sehr viel wäre - er müßte schon eine strenge Diät
einhalten. Dann sind in diesen 500 Euro 32,71 MwSt drin statt bei 16%
68,97. 500 Euro nimmt er aus dem Sparfonds. Und für 500 Euro spart er
an anderen Dingen, die auch 16% haben.

Dann werden aus den
206,90 - (68,97 + 32,71) -0 - 68,97 = 101,06

Der Vater Staat hat also von dem Durchschnittsfahrer mit hohem
Verbrauch bei extrem erhöhten Spritpreisen einen effektiven
Umsatzsteuerplus von ca. 100 Euro im Jahr.

IMHO sind es real noch deutlich weniger.

Und solch eine Summe nun von Stoiber zu verpopanzen ist ideologischer
Vereinfachungspopulismus.
Post by Michael Dietrich
Es geht immerhin um ein Drittel der Bevölkerung.
Wieso ein Drittel? Dann ist es ja im Durchschnitt der Bevölkerung noch
weniger. Und wer zu dem Drittel gehören möchte hebe die Hand?

Martin
Manfred Richter
2005-09-09 21:09:19 UTC
Permalink
p://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wirtschaft/finanzen/deutschland/nrw/106105
Und 100€ weniger bei Lebensmittel macht 7€ MwSt.-Mindereinnahmen,
100€ mehr bei Benzin macht 16€ MwSt.-Mehreinnahmen.
Michael
Hallo Michael,

Ich gehe davon aus, daß Du hier vom Netto-Umsatz ausgegangen bist. Oder
hattest Du etwa den gleichen Lehrer wie Möchte-Gerne-Kanzlerin Merkel? ;-)

Gruß
Claudia
Timo Kloy
2005-09-02 16:12:08 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Bei einem Literpreis Benzin [cut]
Wenn ein AN im Monat 1.160 EURO ausgeben kann, so bezieht er dafür Waren
im Wert von EUR 1.000 (Waren mit vermindertem USt-Satz mal nicht
berücksichtigt). Ob dabei 200 oder 250 EUR Ausgaben für Sprit sind, ist
nicht von Bedeutung. In jedem Fall erhält der Staat 160 EUR MwSt.
So verallgemeinert kann man daß schonmal nicht stehen lassen.
Bereits in diesem Thread genannte Faktoren werden dadurch nicht
berücksichtigt.

Darüber hinaus verwendet wohl nur ein kleiner Teil der Bevölkerung
derzeit genau die monatlich maximal möglichen Ausgaben zum Konsum.

Wenn ich monatlich einen Betrag X ausgebe, und damit ausreichend mit
allen mir zum Leben notwendig erscheinenden Gütern versorgt bin, und
dann die Preise für regelmässig von mir angeschaffte Güter um den Wert Y
steigen, dann gebe ich in der Folge monatlich einen Betrag X + Y aus.

Nach überschlägiger Rechnung komme ich zu dem Ergebnis daß die dies-
jährigen Erhöhungen des Literpreises für SuperBenzin um bisher mehr als
EUR -,30 entsprechend zu Umsatzsteuermehreinnahmen durch meine
Person von etwa EUR -,05 pro Liter im Vergleich zum Jahresanfang
geführt haben.
Somit dürfte ich derzeit ca. EUR 10,- pro Monat mehr USt. an Vater
Staat abführen.

BTW: Ein Zitat von Stoiber das darauf schliessen lässt daß er von generellen
Mehreinnahmen für den Staat gesprochen hat, kann ich nirgendwo finden.
Ich finde die Aufforderung zur Senkung der Ökosteuer, die Zustimmung
zur Reduzierung der strategischen Ölreserven sowie Aussagen über
Steuermehreinnahmen durch den Benzinpreisanstieg (was meines Erachtens
Steuermindereinnahmen bei anderen Konsumgütern nicht ausschliesst).
Post by Will Berghoff
...
Gruss,
Timo
Axel Böhm
2005-09-02 17:55:16 UTC
Permalink
Am Fri, 2 Sep 2005 18:12:08 +0200, schrieb "Timo Kloy"
Post by Timo Kloy
So verallgemeinert kann man daß schonmal nicht stehen lassen.
Bereits in diesem Thread genannte Faktoren werden dadurch nicht
berücksichtigt.
Darüber hinaus verwendet wohl nur ein kleiner Teil der Bevölkerung
derzeit genau die monatlich maximal möglichen Ausgaben zum Konsum.
Wenn ich monatlich einen Betrag X ausgebe, und damit ausreichend mit
allen mir zum Leben notwendig erscheinenden Gütern versorgt bin, und
dann die Preise für regelmässig von mir angeschaffte Güter um den Wert Y
steigen, dann gebe ich in der Folge monatlich einen Betrag X + Y aus.
Nun gibt es aber entgegen Deiner Auffassung sehr viele Menschen, ich
behaupte mal die Mehrheit der Bundesbürger, die nur X zur Verfügung
haben. Dann geht es halt nicht die monatlichen Ausgaben auf X+Y zu
erhöhen. Oder man nimmt dann Kredite in Höhe von Y auf.
Post by Timo Kloy
Nach überschlägiger Rechnung komme ich zu dem Ergebnis daß die dies-
jährigen Erhöhungen des Literpreises für SuperBenzin um bisher mehr als
EUR -,30 entsprechend zu Umsatzsteuermehreinnahmen durch meine
Person von etwa EUR -,05 pro Liter im Vergleich zum Jahresanfang
geführt haben.
Genau genommen 4,14 Cent je Liter.

Grüße

Axel
Lutz Schulze
2005-09-02 09:56:11 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Post by Will Berghoff
Wo bitte, Herr Stoiber, liegt hier ein potentieller Mehrerlös des
Staates aus
Post by Will Berghoff
der USt?
Bei einem Literpreis Benzin von 1,42 sind 0,20 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,25 sind 0,17 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,09 sind 0,15 € Mwst. enthalten.
Ein höhere Nettopreis führt also auch zu mehr Mwst.einnahmen, allerdings
fahren die Leute wahrscheinlich auch weniger. Wäre aber mal interessant
beides zu vergleichen.
Will will sagen, dass der Bürger den Euro nur einmal ausgeben kann. In
jedem ausgegebenen Euro also 13,xx cent Mwst.

Der Effekt könnte eigentlich nur eintreten, wenn man sich den Sprit
z.B. vom Munde abspart (6,xx % Mwst incl.)

Ich berufe mich jetzt mal auf Adam Ries, Rechenmeister aus
Thüringen/Sachsen ;-)

Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
jetzt neu: Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk
Test im IT-Administrator: http://www.messpc.de/MessPC-Testbericht-ITA.pdf
http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke
Arnold Nipper
2005-09-02 10:05:48 UTC
Permalink
Post by Lutz Schulze
Post by Will Berghoff
Post by Will Berghoff
Wo bitte, Herr Stoiber, liegt hier ein potentieller Mehrerlös des
Staates aus
Post by Will Berghoff
der USt?
Bei einem Literpreis Benzin von 1,42 sind 0,20 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,25 sind 0,17 € Mwst. enthalten.
Bei einem Literpreis von 1,09 sind 0,15 € Mwst. enthalten.
Ein höhere Nettopreis führt also auch zu mehr Mwst.einnahmen, allerdings
fahren die Leute wahrscheinlich auch weniger. Wäre aber mal interessant
beides zu vergleichen.
Will will sagen, dass der Bürger den Euro nur einmal ausgeben kann. In
jedem ausgegebenen Euro also 13,xx cent Mwst.
Der Effekt könnte eigentlich nur eintreten, wenn man sich den Sprit
z.B. vom Munde abspart (6,xx % Mwst incl.)
Ich berufe mich jetzt mal auf Adam Ries, Rechenmeister aus
Thüringen/Sachsen ;-)
... und hast ihm gleich noch das "e$" weggestoibert ;-)




Arnold
--
Arnold Nipper, AN45
Lutz Schulze
2005-09-02 10:24:53 UTC
Permalink
On Fri, 02 Sep 2005 12:05:48 +0200, Arnold Nipper
Post by Arnold Nipper
Post by Lutz Schulze
Ich berufe mich jetzt mal auf Adam Ries, Rechenmeister aus
Thüringen/Sachsen ;-)
... und hast ihm gleich noch das "e$" weggestoibert ;-)
Letzteres verbitte ich mir ;-), ansonsten hiess der Mann IMHO Adam
Ries, im Volksmund aber auch Adam Riese.

http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Ries

Ein Riese war er gleichwohl im Geiste.

Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
jetzt neu: Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk
Test im IT-Administrator: http://www.messpc.de/MessPC-Testbericht-ITA.pdf
http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke
Arnold Nipper
2005-09-02 10:33:58 UTC
Permalink
Post by Lutz Schulze
On Fri, 02 Sep 2005 12:05:48 +0200, Arnold Nipper
Post by Arnold Nipper
Post by Lutz Schulze
Ich berufe mich jetzt mal auf Adam Ries, Rechenmeister aus
Thüringen/Sachsen ;-)
... und hast ihm gleich noch das "e$" weggestoibert ;-)
Letzteres verbitte ich mir ;-), ansonsten hiess der Mann IMHO Adam
Ries, im Volksmund aber auch Adam Riese.
http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Ries
Ein Riese war er gleichwohl im Geiste.
Asche auf mein Haupt und Schande über mich ... Nur gut, dass sie mir
deswegen den Dipl.-Math. nicht aberkennen ;-)




Arnold
--
Arnold Nipper, AN45
Axel Böhm
2005-09-02 10:45:11 UTC
Permalink
Am Fri, 02 Sep 2005 12:33:58 +0200, schrieb Arnold Nipper
Post by Arnold Nipper
Post by Lutz Schulze
Post by Arnold Nipper
... und hast ihm gleich noch das "e$" weggestoibert ;-)
Letzteres verbitte ich mir ;-), ansonsten hiess der Mann IMHO Adam
Ries, im Volksmund aber auch Adam Riese.
http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Ries
Ein Riese war er gleichwohl im Geiste.
Asche auf mein Haupt und Schande über mich ... Nur gut, dass sie mir
deswegen den Dipl.-Math. nicht aberkennen ;-)
Zur Strafe jetzt halt ohne e, Herr Nippr. ;-)

Grüße

Axel
Axel Böhm
2005-09-02 10:04:07 UTC
Permalink
Am Fri, 2 Sep 2005 11:32:10 +0200, schrieb "Will Berghoff"
Post by Will Berghoff
Stoiber möchte den Bürgern einen Teil der wegen der
Benzinpreiserhöhungen gezahlten USt zurückgeben.
Aktion "Kaufen sie Sprit und sparen sie die Mehrwertsteuer". Hat doch
gerade irgend ein großer Elektronikmarkt auch so gemacht. Und nun
denkt Hr. Stoiber, dass man damit Wählerstimmen werben kann.
Post by Will Berghoff
Dieser Vorschlag enttarnt die Dummheit oder die vorsätzliche Verdummung
der bayerischen Bürger.
Bitte nicht pauschalieren. Es war nur ein bayerischer Bürger, der das
verbreitet hat.
Post by Will Berghoff
Wie kann es ein, dass dem Staat Mehreinnahmen in der USt durch
Preiserhöhungen entstehen? Dies wäre doch nur dann der Fall, wenn die
steuerpflichtigen Umsätze global steigen. Es ist aber aufgrund der
durch die Einkommen begrenzten Ausgabemittel nur damit zu rechnen, dass
sich die Umsätze von anderen steuerpflichtigen Ausgaben auf die
erhöhten Treibstoffausgaben verlagern.
Klingt logisch. Deshalb erhöht die CDU ja auch die Umsatzsteuer, damit
sie mehr vom gesamten Kuchen abhaben kann. Oder wollte sie dies jetzt
doch nicht machen? Ich komme bei denen ganz durcheinander ;-)
Post by Will Berghoff
Den Unternehmen ist die MwSt. auf Treibstoffe ja ohnehin wurscht.
Wo bitte, Herr Stoiber, liegt hier ein potentieller Mehrerlös des
Staates aus der USt?
Das hat zwei Ursachen:
1) Ahnungslosigkeit von Hr. Stoiber über das System der Volks-, Markt-
und Betriebswirtschaft und der Steuern.
2) Werbegag für September um ein paar mehr Stimmen für die CDU zu
gewinnen.

Grüße

Axel
Christoph Daldrup
2005-09-02 23:55:12 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Stoiber möchte den Bürgern einen Teil der wegen der
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Post by Will Berghoff
Benzinpreiserhöhungen gezahlten USt zurückgeben.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Klingt doch gut. Jedenfalls auf den ersten Blick, ohne Betrachtung der
wirtschaftlichen, finanz- und ordnungspolitischen Konsequenzen und der
vermutlichen Undurchführbarkeit aufgrund bürokratischer Erfordernisse.
Post by Will Berghoff
Dieser Vorschlag enttarnt die Dummheit oder die vorsätzliche Verdummung
der bayerischen Bürger.
Ach? Wenn ich wählen darf, nehme ich die vorsätzliche Verdummung. Oder
ist Dummheit hier besser? Und wo wäre im Endeffekt der Unterschied?
Post by Will Berghoff
Wie kann es ein, dass dem Staat Mehreinnahmen in der USt durch
Preiserhöhungen entstehen?
Wer redet von Mehreinnahmen? In deiner Eingangsbehauptung konnte ich
davon nichts lesen. Übrigens konnte ich trotz der Suche bei den üblichen
Verdächtigen bild.de und spiegel.de keine Quelle finden.
Also: Quelle, bitte. Ich bezweifle nicht, dass es eine gibt, ich konnte
sie aber wirklich nicht finden.
Post by Will Berghoff
Dies wäre doch nur dann der Fall, wenn die
steuerpflichtigen Umsätze global steigen. Es ist aber aufgrund der
durch die Einkommen begrenzten Ausgabemittel nur damit zu rechnen, dass
sich die Umsätze von anderen steuerpflichtigen Ausgaben auf die
erhöhten Treibstoffausgaben verlagern.
1) Steigende Preise führen dann zu höheren MWSt-Einnahmen, wenn der
gegenläufige Effekt, nämlich der abnehmende Konsum bei steigenden
Preisen, nicht überwiegt.
2) Ohne Beachtung der Sparquote und weiterer Effekte ist eine
weitergehene Analyse pure Spekulation.
Post by Will Berghoff
Den Unternehmen ist die MwSt. auf Treibstoffe ja ohnehin wurscht.
Im Endeffekt nein, denn sie könnten bei einem niedrigeren MwSt-Satz
günstiger für den Endverbraucher anbieten, der dann mehr fährt, mehr
tankt, mehr konsumiert, und dadurch den Umsatz der Unternehmen steigert!
Post by Will Berghoff
Wo bitte, Herr Stoiber, liegt hier ein potentieller Mehrerlös des
Staates aus der USt?
s.o.
Post by Will Berghoff
Spätestens jetzt ist die Aussages des obersten bayerischen
Bierzeltdemagogen über die höhere Intelligenz bayersicher Rindviecher
und anderer Ureinwohner dieses schönen Landes relativiert.
Aber vielleicht in einer anderen Richtung, als du dir vorgestellt hast. ;)

Wenn du weiter tüchtig übst, dann kommt bestimmt irgendwann eine schöne
Polemik bei raus. Das wird schon noch, ehrlich.

Christoph
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