Discussion:
Steuererklärung 2020...
(zu alt für eine Antwort)
F. W.
2021-01-29 08:34:58 UTC
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...wie ist die aktuelle Rechtslage beim Home-Office? Und wie weise ich
das nach?

Google-Ergebnisse waren eher verwirrend als klärend...

FW
Frank Kozuschnik
2021-01-29 22:39:40 UTC
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Post by F. W.
...wie ist die aktuelle Rechtslage beim Home-Office?
Wenn nach den bisherigen Regeln noch kein häusliches Arbeitszimmer
anerkennungsfähig ist, kannst du jetzt pauschal 5 Euro für jeden
Kalendertag absetzen, an dem du ausschließlich zu Hause gearbeitet hast,
maximal jedoch 600 Euro im Jahr (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 4 EStG,
für Arbeitnehmer i.V.m. § 9 Abs. 5 EStG). Das gilt (vorerst) für die
Jahre 2020 und 2021 (§ 52 Abs. 6 Satz 13 EStG).
Post by F. W.
Und wie weise ich das nach?
An den Nachweis dürften wohl keine hohen Anforderungen gestellt werden.
Allerdings bekommst du für "Home-Office-Tage" natürlich keine
Pendlerpauschale.
Matthias Hanft
2021-01-30 09:31:02 UTC
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Post by Frank Kozuschnik
An den Nachweis dürften wohl keine hohen Anforderungen gestellt werden.
Allerdings bekommst du für "Home-Office-Tage" natürlich keine
Pendlerpauschale.
...und bei den Leuten, die sonst nix oder kaum was abzusetzen haben,
verpuffen die 600 Euro wirkungslos in der ohnehin vorhandenen 1.000-
Euro-Werbungskostenpauschale, so dass man sich in diesem Fall die
ganze Mühe auch gleich sparen kann.

Gruß Matthias.
Martin Gerdes
2021-01-30 14:26:59 UTC
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Post by Matthias Hanft
Post by Frank Kozuschnik
An den Nachweis dürften wohl keine hohen Anforderungen gestellt werden.
Allerdings bekommst du für "Home-Office-Tage" natürlich keine
Pendlerpauschale.
...und bei den Leuten, die sonst nix oder kaum was abzusetzen haben,
verpuffen die 600 Euro wirkungslos in der ohnehin vorhandenen 1.000-
Euro-Werbungskostenpauschale, so dass man sich in diesem Fall die
ganze Mühe auch gleich sparen kann.
Im Prinzip ja, sagt Radio Eriwan, und dennoch zieht mancher Stpfl. seine
Befriedigung daraus, überhaupt etwas angeben zu können, auch wenn sich
das nicht auswirkt.

Die Menschen sind manchmal seltsam.
Matthias Hanft
2021-01-31 08:29:13 UTC
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Post by Martin Gerdes
Im Prinzip ja, sagt Radio Eriwan, und dennoch zieht mancher Stpfl. seine
Befriedigung daraus, überhaupt etwas angeben zu können, auch wenn sich
das nicht auswirkt.
Das kann man bei den Außergewöhnlichen Belastungen aber viel besser:
Da kann man (i.d.R.) wesentlich mehr als 600 Euro angeben, ohne dass
sich das steuerlich auswirkt :-)

Erinnert mich an den uralten Witz, dass man viel mehr Geld spart,
wenn man zu Fuß einem Taxi hinterherrennt, als wenn man einer
Straßenbahn hinterherrennt :-)

Gruß Matthias.
Martin Gerdes
2021-01-31 16:36:38 UTC
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Post by Matthias Hanft
Post by Martin Gerdes
Im Prinzip ja, sagt Radio Eriwan, und dennoch zieht mancher Stpfl. seine
Befriedigung daraus, überhaupt etwas angeben zu können, auch wenn sich
das nicht auswirkt.
Da kann man (i.d.R.) wesentlich mehr als 600 Euro angeben, ohne dass
sich das steuerlich auswirkt :-)
Ja.

Bei den "außergewöhnlichen Belastungen" gibt es einen Selbstbehalt, der
vom Einkommen und dem Familienstand abhängt.

Tabelle hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Fergew%C3%B6hnliche_Belastung

40 TEUR Einkommen und Grundtabelle unterstellt, beträgt diese 6% von 40
TEUR, also 2.400 FRZ. Das heißt: Da muß schon einiges zusammenkommen,
daß man über dieses Etikett tatsächlich eine Steuerminderung erreicht.
Post by Matthias Hanft
Erinnert mich an den uralten Witz, dass man viel mehr Geld spart,
wenn man zu Fuß einem Taxi hinterherrennt, als wenn man einer
Straßenbahn hinterherrennt :-)
:-)

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