Discussion:
Erste Taetigkeitsstaette bei Freiberuflern im Projekteinsatz
(zu alt für eine Antwort)
Marc Haber
2019-03-10 16:36:53 UTC
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Hallo,

ein Freiberufler hat Glück und ist von einem einzigen Kunden für den
Zeitraum von 12 Monaten fest für vier Tage in der Woche für die
Erbringung von Dienstleistungen gebucht. Dabei sind sich die
Vertragsparteien einig, dass es sinnvoll ist, dass der Freiberufler
ungeachtet seiner Freiheit der Wahl von Arbeitszeit und Arbeitsort
diese vier Tage in der Woche in den Büroräumen des Kunden anwesend
ist.

An den anderen drei Tagen in der Woche lastet sich der Freiberufler
mit anderen Aufträgen so aus, dass der "große" Kunde nur 4,9/6 des
Gesamtumsatzes erzeugt. Scheinselbständigkeits- und
Rentenpflichtproblematiken, die aus diesen Konstruktionen entstehen
könnten, seien für die Diskussion dieses Sachverhalts irrelevant.

Der Steuerberater empfiehlt nun, nur für die ersten drei Monate des
12-Monats-Vertrags für die vier Beim-Kunden-Tage die Pauschale für
Verpflegungsmehraufwand als Betriebsausgaben anzusetzen, da nach drei
Monaten eine Erste Tätigkeitsstätte beim Kunden gegeben sei und aus
diesem Grund kein Verpflegungsmehraufwand mehr geltend gemacht werden
kann.

Wenn man danach sucht, findet man die Erste Tätigkeitsstätte
allerdings nur im Zusammenhang mit Angestellten. Sind die für
Angestellte relevanten Regelungen wirklich auch für Freiberufler
anzusetzen, oder ist der Steuerberater an dieser Stelle über sein Ziel
hinausgeschossen?

Wie verhält sich die Sachlage, wenn der Freiberufler nur einen Tag in
der Woche beim Kunden, die restlichen drei Tage seiner Buchung aus
seinen eigenen Räumen und die weiterhin restlichen drei Tage wechselnd
bei anderen Kunden (oder aus den eigenen Räumen) tätig ist? Kann er
dann für jeden Vor-Ort-Tag die Pauschale für Verpflegungsmehraufwand
als Betriebsausgabe geltend machen?

Grüße
Marc
--
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Thomas Homilius
2019-03-10 19:01:23 UTC
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Post by Marc Haber
Der Steuerberater empfiehlt nun, nur für die ersten drei Monate des
12-Monats-Vertrags für die vier Beim-Kunden-Tage die Pauschale für
Verpflegungsmehraufwand als Betriebsausgaben anzusetzen, da nach drei
Monaten eine Erste Tätigkeitsstätte beim Kunden gegeben sei und aus
diesem Grund kein Verpflegungsmehraufwand mehr geltend gemacht werden
kann.
Hat der Selbstaendige eine normale Betriebsstaette, ein haeusliches
Arbeitszimmer soll allerdings keine Betriebsstaette sein? Ich nehme mal
an, der Selbstaendige hat eine eigene Betriebsstaette in Wohnungsnaehe.

Die 3-Monatsfrist gilt m.E. nur fuer den Verpflegungsmehraufwand nicht
fuer einen Wechsel der 'ersten Betriebsstaette".

Da der Vertrag mit dem Kunden im Vorhinein nur 12 Monatate dauert, kommt
es deswegen nicht zu einem Wechsel der 'ersten Betriebsstaette' zum
Kunden, da sind 48 Monate noetig (§ 9 Abs. 4 Satz 3 EStG i.V.m § 4 Abs.
5 Nr. 6 Satz 2 EStG).

Der Fall sieht vermutlich anders aus, wenn der Selbstaendige keine
eigene normale Betriebsstaette hat und immer nur bei Kunden arbeitet!

Bei Arbeitnehmer kann der Arbeitgeber die erste Taetigkeitsstaette
festlegen, Unternehmr haben es da wahrscheinlich etwas schwieriger bei
der Festlegung der 'ersten Betriebsstaette'.
--
Thomas Homilius
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Marc Haber
2019-03-11 08:33:17 UTC
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Post by Thomas Homilius
Post by Marc Haber
Der Steuerberater empfiehlt nun, nur für die ersten drei Monate des
12-Monats-Vertrags für die vier Beim-Kunden-Tage die Pauschale für
Verpflegungsmehraufwand als Betriebsausgaben anzusetzen, da nach drei
Monaten eine Erste Tätigkeitsstätte beim Kunden gegeben sei und aus
diesem Grund kein Verpflegungsmehraufwand mehr geltend gemacht werden
kann.
Hat der Selbstaendige eine normale Betriebsstaette, ein haeusliches
Arbeitszimmer soll allerdings keine Betriebsstaette sein? Ich nehme mal
an, der Selbstaendige hat eine eigene Betriebsstaette in Wohnungsnaehe.
Er hat im hauptsächlich für Wohnzwecke genutzten Haus ein Labor, einen
Serverraum und einen Seminarraum. In dem Seminarraum steht auch ein
Schreibtisch. Die geschäftlich genutzten Räume haben dennoch keinen
eigenen Eingang.

Grüße
Marc
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Thomas Homilius
2019-03-11 17:25:40 UTC
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Post by Marc Haber
Er hat im hauptsächlich für Wohnzwecke genutzten Haus ein Labor, einen
Serverraum und einen Seminarraum. In dem Seminarraum steht auch ein
Schreibtisch. Die geschäftlich genutzten Räume haben dennoch keinen
eigenen Eingang.
Es koennte sich bei dem Labor zu Hause um eine (erste)
Betriebsstaette/Taetigkeitsstaette handeln.

Im BMF-Schreiben vom 24 Oktober 2014 steht und Rdnr. 3:
"Das häusliche Arbeitszimmer des Arbeitnehmers ist - wie bisher - keine
betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers oder eines Dritten und kann
daher auch zukünftig keine erste Tätigkeitsstätte sein. Dies gilt auch,
wenn der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer einen oder mehrere Arbeitsräume
anmietet, die der Wohnung des Arbeitnehmers zuzurechnen sind. Auch in
diesem Fall handelt es sich bei einem häuslichen Arbeitszimmer um einen
Teil der Wohnung des Arbeitnehmers. Zur Abgrenzung, welche Räume der
Wohnung des Arbeitnehmers zuzurechnen sind, ist auf das Gesamtbild der
Verhältnisse im Einzelfall abzustellen (z. B. unmittelbare Nähe zu den
privaten Wohnräumen). "

Diese Regelung wird das FA sicherlich auch fuer Freiberufler anwenden.

Selbst wenn es sich bei dem "haeuslichen Arbeitszimmer" (Labor) des
Freiberuflers um eine Betriebsstaette/Taetigkeitsstaette handelt, dann
ist aber noch nicht klar, ob es sich dabei um die 'erste
Taetigkeitsstaette' handelt.


Buero des Kunden:

Das Buero ist eine ortsfeste betriebliche Einrichtung, in der der
Freiberufler arbeitet, also ja. Die Taetigkeit muss noch *dauerhaft*
ausgeuebt werden, entweder
- unbefristet (Nein, nur 12 Monate!)
- mehr als 48 Monaten (Nein, nur 12 Monate)
- für die gesamte Dauer der betrieblichen Taetigkeit (Wahrscheinlich Ja,
weil ich nicht weiss, was damit gemeint ist?)

Das Buero des Kunden ist also eine Betriebsstaette/Taetigkeitsstaette
des Freiberuflers.


*Erste* Betriebsstaette/Taetigkeitsstaette bei mehreren Moeglichkeiten:

Gibt es mehere Betriebsstaetten, dann ist die *erste* Betriebsstaette
anhand quantitativer Merkmale zu bestimmen:
- je Woche an zwei vollen Arbeitstagen dort
- mindestens 1/3 der Arbeitszeit
Treffen diese Kriterien fuer mehrer Betriebsstaetten zu, dann ist die
'erste Betriebsstaette', die der Wohnung am naechsten ist.


Ergebnis: Als 'Erste Betriebsstaette' kommt nur das 'Buero des Kunden'
in Frage fuer die 12 Monate, die der Freiberufler dort ist.


Bei *Arbeitnehmern* gilt aber die Zuordnung des Arbeitgebers, Rdnr. 7:
"Soll der Arbeitnehmer an mehreren Tätigkeitsstätten tätig werden und
ist er einer bestimmten Tätigkeitsstätte dienst- oder arbeitsrechtlich
dauerhaft zugeordnet, ist es unerheblich, in welchem Umfang er seine
berufliche Tätigkeit an dieser oder an den anderen Tätigkeitsstätten
ausüben soll. Auch auf die Regelmäßigkeit des Aufsuchens dieser
Tätigkeitsstätten kommt es dann nicht mehr an."
--
Thomas Homilius
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Marc Haber
2019-03-21 13:39:52 UTC
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Post by Thomas Homilius
Post by Marc Haber
Er hat im hauptsächlich für Wohnzwecke genutzten Haus ein Labor, einen
Serverraum und einen Seminarraum. In dem Seminarraum steht auch ein
Schreibtisch. Die geschäftlich genutzten Räume haben dennoch keinen
eigenen Eingang.
Es koennte sich bei dem Labor zu Hause um eine (erste)
Betriebsstaette/Taetigkeitsstaette handeln.
Wäre das vorteilig oder nachteilig?
Post by Thomas Homilius
"Das häusliche Arbeitszimmer des Arbeitnehmers ist - wie bisher - keine
betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers oder eines Dritten und kann
daher auch zukünftig keine erste Tätigkeitsstätte sein. Dies gilt auch,
wenn der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer einen oder mehrere Arbeitsräume
anmietet, die der Wohnung des Arbeitnehmers zuzurechnen sind. Auch in
diesem Fall handelt es sich bei einem häuslichen Arbeitszimmer um einen
Teil der Wohnung des Arbeitnehmers. Zur Abgrenzung, welche Räume der
Wohnung des Arbeitnehmers zuzurechnen sind, ist auf das Gesamtbild der
Verhältnisse im Einzelfall abzustellen (z. B. unmittelbare Nähe zu den
privaten Wohnräumen). "
Diese Regelung wird das FA sicherlich auch fuer Freiberufler anwenden.
Die Frage ist, wie diese Anwendung aussehen könnte.
Post by Thomas Homilius
Selbst wenn es sich bei dem "haeuslichen Arbeitszimmer" (Labor) des
Freiberuflers um eine Betriebsstaette/Taetigkeitsstaette handelt, dann
ist aber noch nicht klar, ob es sich dabei um die 'erste
Taetigkeitsstaette' handelt.
Jetzt wird's aber eklig und mir beginnt der Kopf zu rauchen.
Post by Thomas Homilius
Das Buero ist eine ortsfeste betriebliche Einrichtung, in der der
Freiberufler arbeitet, also ja. Die Taetigkeit muss noch *dauerhaft*
ausgeuebt werden, entweder
- unbefristet (Nein, nur 12 Monate!)
- mehr als 48 Monaten (Nein, nur 12 Monate)
- für die gesamte Dauer der betrieblichen Taetigkeit (Wahrscheinlich Ja,
weil ich nicht weiss, was damit gemeint ist?)
Was ist denn betriebliche Tätigkeit für einen Freiberufler?
Post by Thomas Homilius
Das Buero des Kunden ist also eine Betriebsstaette/Taetigkeitsstaette
des Freiberuflers.
Wie kommst Du aus den Regeln darauf?
Post by Thomas Homilius
Gibt es mehere Betriebsstaetten, dann ist die *erste* Betriebsstaette
- je Woche an zwei vollen Arbeitstagen dort
- mindestens 1/3 der Arbeitszeit
Treffen diese Kriterien fuer mehrer Betriebsstaetten zu, dann ist die
'erste Betriebsstaette', die der Wohnung am naechsten ist.
Ergebnis: Als 'Erste Betriebsstaette' kommt nur das 'Buero des Kunden'
in Frage fuer die 12 Monate, die der Freiberufler dort ist.
Du hattest oben gesagt, das eigene Labor könnte erste Betriebsstätte
sein.

Grüße
Marc
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2019-03-11 13:59:00 UTC
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Post by Thomas Homilius
Post by Marc Haber
Der Steuerberater empfiehlt nun, nur für die ersten drei Monate des
12-Monats-Vertrags für die vier Beim-Kunden-Tage die Pauschale für
Verpflegungsmehraufwand als Betriebsausgaben anzusetzen,
Das ist mE korrekt.
Post by Thomas Homilius
Post by Marc Haber
da nach drei
Monaten eine Erste Tätigkeitsstätte beim Kunden gegeben sei
Aber das ist nicht der Grund.
Post by Thomas Homilius
Da der Vertrag mit dem Kunden im Vorhinein nur 12 Monatate dauert, kommt
es deswegen nicht zu einem Wechsel der 'ersten Betriebsstaette' zum
Hier ist der Wechsel der _ersten_ Tätigkeitsstätte gar nicht ausschlaggebend.

In § 9 Abs. 4a EStG steht folgendes:
"Mehraufwendungen des Arbeitnehmers für die Verpflegung sind nur nach Maßgabe der folgenden Sätze als Werbungskosten abziehbar. 2Wird der Arbeitnehmer außerhalb seiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig (auswärtige berufliche Tätigkeit), ist zur Abgeltung der ihm tatsächlich entstandenen, beruflich veranlassten Mehraufwendungen eine Verpflegungspauschale anzusetzen. [...]
6Der Abzug der Verpflegungspauschalen ist auf die ersten drei Monate einer längerfristigen beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte beschränkt. 7Eine Unterbrechung der beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte führt zu einem Neubeginn, wenn sie mindestens vier Wochen dauert."

Grundsätzlich hat man Anspruch auf VMA wenn man außerhalb seiner Wohnung und seiner ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig ist. Das ist gegeben und wenn jemand keine erste Tätigkeitsstätte hat, dann reicht die Abwesenheit von der Wohnung. Die Beschränkung greift nur dann, wenn man mehr als 3 Monate an der _selben_ Tätigkeitsstätte tätig ist. Da steht nicht _erste_ Tätigkeitsstätte! Das kann auch gar nicht die erste Tätigkeitsstätte sein, da man ja gar keine VMA bekäme wenn man nicht außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte tätig ist.

Meines Erachtens wäre vorab zu prüfen, wo seine erste Tätigkeitsstätte liegt. Wenn er bei seinem Auftraggeber ein Büro zur Verfügung gestellt bekommt (feste Einrichtung) könnte dieses als erste Tätigkeitsstätte gesehen werden. Dann hätte er von vorneherein gar keinen Anspruch auf VMA (auch in den ersten drei Monaten). Und auch die Fahrten wären dann nicht voll Abziehbar, sondern nur im Rahmen der Entfernungspauschale.

Gruß
Steuerfuzzi
Thomas Homilius
2019-03-11 15:34:15 UTC
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Post by d***@gmail.com
Meines Erachtens wäre vorab zu prüfen, wo seine erste Tätigkeitsstätte liegt. Wenn er bei seinem Auftraggeber ein Büro zur Verfügung gestellt bekommt (feste Einrichtung) könnte dieses als erste Tätigkeitsstätte gesehen werden. Dann hätte er von vorneherein gar keinen Anspruch auf VMA (auch in den ersten drei Monaten). Und auch die Fahrten wären dann nicht voll Abziehbar, sondern nur im Rahmen der Entfernungspauschale.
Ja, das habe ich auch befuerchtet. Die erste Taetigkeitsstaette ist von
vornhinein bei dem Kunden, der das Buero zur Verfuegung stellt.

Wenn der Freiberufler ein Arbeitnehmer waere, dann koennte der
Arbeitgeber prinzipiell festlegen, wo die erste Taetigkeitsstaette ist.
Die kann dann auch woanders sein als bei diesem Kunden.

Freiberufler haben anscheinend nicht die selbe Moeglichkeit, ihre erste
Taetigkeitsstaette aehnlich festlegen zu lassen wie Arbeitnaher. Da wird
dann quantitativ geprueft, wo die erste Taetigkeitsstaette liegt.
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Thomas Homilius
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Thomas Homilius
2019-03-11 19:51:29 UTC
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Post by d***@gmail.com
Die Beschränkung greift nur dann, wenn man mehr als 3 Monate an der _selben_ Tätigkeitsstätte tätig ist.
Wichtig in Bezug auf Verpflegungsmehraufwendung und der Drei-Monat-Frist
war noch folgender Absatz aus dem BMF-Schreiben, den 'Marc Haber'
gefunden hat:

"Von einer längerfristigen beruflichen Tätigkeit an derselben
Tätigkeitsstätte ist erst dann auszugehen, sobald der Arbeitnehmer an
dieser mindestens an drei Tagen in der Woche tätig wird. Die
Dreimonatsfrist beginnt daher nicht, solange die auswärtige
Tätigkeitsstätte an nicht mehr als zwei Tagen in der Woche aufgesucht
wird. ..."
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Thomas Homilius
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Marc Haber
2019-03-12 17:05:09 UTC
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Post by Thomas Homilius
'Marc Haber'
Du brauchst mich nicht in Anführungszeichen zu setzen, ich heiße
wirklich so, und das ist trivial in allen Suchmaschinen findbar.
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Marc Haber
2019-03-21 13:43:27 UTC
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Post by d***@gmail.com
Post by Marc Haber
Der Steuerberater empfiehlt nun, nur für die ersten drei Monate des
12-Monats-Vertrags für die vier Beim-Kunden-Tage die Pauschale für
Verpflegungsmehraufwand als Betriebsausgaben anzusetzen,
Das ist mE korrekt.
6Der Abzug der Verpflegungspauschalen ist auf die ersten drei Monate
einer längerfristigen beruflichen Tätigkeit an derselben
Tätigkeitsstätte beschränkt. 7Eine Unterbrechung der beruflichen
Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte führt zu einem Neubeginn, wenn
sie mindestens vier Wochen dauert."
Grundsätzlich hat man Anspruch auf VMA wenn man außerhalb seiner
Wohnung und seiner ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig ist. Das
ist gegeben und wenn jemand keine erste Tätigkeitsstätte hat, dann >
reicht die Abwesenheit von der Wohnung. Die Beschränkung greift nur
dann, wenn man mehr als 3 Monate an der _selben_ Tätigkeitsstätte
tätig ist. Da steht nicht _erste_ Tätigkeitsstätte! Das kann auch gar
nicht die erste Tätigkeitsstätte sein, da man ja gar keine VMA bekäme
wenn man nicht außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte tätig ist.
Dummerweise steht da nirgends dabei, wie es aussieht, wenn man nur
ein, zwei, drei, vier Tage in der Woche an dieser Tätigkeitsstätte
tätig ist, oder wenn man z.B. zwei tage in der Woche bei Kunde A an
Ort OA und drei tage in der Woche bei Kunde B an Ort OB ist.
Post by d***@gmail.com
Meines Erachtens wäre vorab zu prüfen, wo seine erste Tätigkeitsstätte
liegt. Wenn er bei seinem Auftraggeber ein Büro zur Verfügung gestellt
bekommt (feste Einrichtung) könnte dieses als erste Tätigkeitsstätte
gesehen werden. Dann hätte er von vorneherein gar keinen Anspruch auf
VMA (auch in den ersten drei Monaten). Und auch die Fahrten wären dann
nicht voll Abziehbar, sondern nur im Rahmen der Entfernungspauschale.
das ist aber absurd, soll der Freiberufler auch seine Buchhaltung,
Steuererklärung und Weiterbildung beim Kunden machen?

Grüße
Marc
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