Discussion:
Gewerbe: auch private Rechnungen sammeln?
(zu alt für eine Antwort)
Tobias Wendorff
2005-06-24 04:52:09 UTC
Permalink
Hallo,

ich habe seit April 2005 ein Gewerbe im Nebenerwerb zum Studium.

Ich musste bei der Anforderung der Steuernummer auch meine ständigen
privaten Einkünfte (Unterhalt vom Vater) angeben.

Nun frage ich mich, ob auch privat Ausgaben (Dönermann etc.)
in die Berchnung der Einkommensteuer einfließen.

Habe daher seit April schon hunderte Quittungen und Bons aufgehoben.
Muss ich das überhaupt?

Vielen Dank
Tobias
Martin Hentrich
2005-06-24 05:12:10 UTC
Permalink
On Fri, 24 Jun 2005 06:52:09 +0200, "Tobias Wendorff"
Post by Tobias Wendorff
Ich musste bei der Anforderung der Steuernummer auch meine ständigen
privaten Einkünfte (Unterhalt vom Vater) angeben.
Der Unterhalt vom Vater zählt nicht zu den steuerlichen
Einkunftsarten! IMHO interessieren den Fiskus folgende Einkünfte:
http://www.steuernetz.de/gesetze/estg04/
aus unselbständiger Arbeit
aus selbständiger Arbeit
aus Gewerbebetrieb
aus Vermietung&Verpachtung
aus Kapitalerträgen
aus Landwirtschaft&Forst&Fischerei
aus privaten Veräußerungsgeschäften

Wie du feststellen kannst, gehören auch Kindergeld und BaFöG nicht
dazu.
Post by Tobias Wendorff
Nun frage ich mich, ob auch privat Ausgaben (Dönermann etc.)
in die Berchnung der Einkommensteuer einfließen.
Du bist *Student* und fragst dich das?
Post by Tobias Wendorff
Habe daher seit April schon hunderte Quittungen und Bons aufgehoben.
Muss ich das überhaupt?
Du trollst.

Martin
--
Sollte sich irgendjemand durch meine Äußerung dermaßen verletzt
fühlen, dass er an Maßnahmen zur Sicherung seiner bürgerlichen
Ehrenrechte zu denken sich genötigt fühlt, dann prüfe
er bitte zuerst seinen Ironiedetektor und trinke Tee.
Tobias Wendorff
2005-06-24 05:32:20 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
On Fri, 24 Jun 2005 06:52:09 +0200, "Tobias Wendorff"
Post by Tobias Wendorff
Ich musste bei der Anforderung der Steuernummer auch meine ständigen
privaten Einkünfte (Unterhalt vom Vater) angeben.
Der Unterhalt vom Vater zählt nicht zu den steuerlichen
Einkunftsarten!
[snip]
Post by Martin Hentrich
Wie du feststellen kannst, gehören auch Kindergeld und BaFöG nicht
dazu.
Verdammt, was soll das denn?
Ich habe das Formular vom Finanzamt ausgefüllt und "Striche" bzw. "0 EUR"
eingetragen.

2 Wochen später kam ein Fax vom Finanzamt, dass ich bitte die fehlenden
Angaben eintragen sollte.

Also habe ich da angerufen und mir wurde gesagt, dass ich auch den
Unterhalt meines Vaters eintragen soll.
Post by Martin Hentrich
Post by Tobias Wendorff
Nun frage ich mich, ob auch privat Ausgaben (Dönermann etc.)
in die Berchnung der Einkommensteuer einfließen.
Du bist *Student* und fragst dich das?
Tja, NRW-Abitur ... da ich kann ich nix für.
Post by Martin Hentrich
Post by Tobias Wendorff
Habe daher seit April schon hunderte Quittungen und Bons aufgehoben.
Muss ich das überhaupt?
Du trollst.
Was soll die Beleidigung, nur weil Du keine Antwort weißt?
Martin Hentrich
2005-06-24 06:17:20 UTC
Permalink
On Fri, 24 Jun 2005 07:32:20 +0200, "Tobias Wendorff"
Post by Tobias Wendorff
Post by Martin Hentrich
Post by Tobias Wendorff
Habe daher seit April schon hunderte Quittungen und Bons aufgehoben.
Muss ich das überhaupt?
Du trollst.
Was soll die Beleidigung, nur weil Du keine Antwort weißt?
Mensch sind die Studenten heutzutage empfindlich.

Du fragst, ob du hunderte Dönerquittungen aufheben sollst. Natürlich
*nicht* - Belege über deine private Lebensführung sind keine
Betriebsausgaben.

Als Betriebsausgaben gelten diejeniegen, die direkt und *nur* für das
Gewerbe erforderlich sind.

Martin
--
Sollte sich irgendjemand durch meine Äußerung dermaßen verletzt
fühlen, dass er an Maßnahmen zur Sicherung seiner bürgerlichen
Ehrenrechte zu denken sich genötigt fühlt, dann prüfe
er bitte zuerst seinen Ironiedetektor und trinke Tee.
Lutz Schulze
2005-06-24 06:33:52 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
Mensch sind die Studenten heutzutage empfindlich.
Du fragst, ob du hunderte Dönerquittungen aufheben sollst. Natürlich
*nicht* -
Sicher? Kann doch sein, das FA fragt:
Wovon haben sie eigentlich die letzten Jahre gelebt? ;-)

Lutz
--
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Tobias Wendorff
2005-06-24 06:39:14 UTC
Permalink
Post by Lutz Schulze
Wovon haben sie eigentlich die letzten Jahre gelebt? ;-)
Sorry, ich macht Euch jetzt alle darüber lustig ... aber ich
habe nunmal keinen Ansprechpartner für solche Fragen.

Mutter ist arbeitslos und hatte noch nie was mit Steuern am Hut.
Vater: Keine Ahnung ... der ist irgendwo in der Türkei, oder
wer weiß, wo er wirklich ist.

Kollegen in der Uni: Die lassen die Finger von Gewerbe & Co.
und verdienen lieber unter der Hand.
Matthias Kryn
2005-06-24 07:26:44 UTC
Permalink
Post by Tobias Wendorff
Post by Lutz Schulze
Wovon haben sie eigentlich die letzten Jahre gelebt? ;-)
Sorry, ich macht Euch jetzt alle darüber lustig ...
Na, gönn uns den kleinen Spaß am Morgen ... Abgesehen davon
wird das FA tatsächlich misstrauisch, wenn Du zuwenig Einnahmen
hast.
Post by Tobias Wendorff
aber ich
habe nunmal keinen Ansprechpartner für solche Fragen.
Hier bist Du schon richtig. Auch wenn der Tonfall Dich stört,
inhaltlich passen die Antworten.
Post by Tobias Wendorff
Kollegen in der Uni: Die lassen die Finger von Gewerbe & Co.
und verdienen lieber unter der Hand.
Seufz. Irgendwann werden sie auf die Frxxxx fallen. Und Du
erwirbst Dir gerade einen Wettbewerbsvorteil, indem Du Erfahrung
sammelst.

Private Rechnungen musst Du nur aufheben, wenn sie Bauleistungen
betreffen (Handwerker u.ä.).

Grüße
Matthias
Tobias Wendorff
2005-06-24 08:42:13 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Matthias Kryn
Post by Tobias Wendorff
Kollegen in der Uni: Die lassen die Finger von Gewerbe & Co.
und verdienen lieber unter der Hand.
Seufz. Irgendwann werden sie auf die Frxxxx fallen. Und Du
erwirbst Dir gerade einen Wettbewerbsvorteil, indem Du Erfahrung
sammelst.
Nun, kommt drauf an, wo Du landest. Ein Diplom-Chemiker wird
vermutlich selten mit Chemikalien-Einkauf beschäftigt sein?
Post by Matthias Kryn
Private Rechnungen musst Du nur aufheben, wenn sie Bauleistungen
betreffen (Handwerker u.ä.).
Aber das doch wegen Garantie & Co. ?

Grüße
Tobias
Matthias Kryn
2005-06-24 09:23:51 UTC
Permalink
Post by Tobias Wendorff
Post by Matthias Kryn
Private Rechnungen musst Du nur aufheben, wenn sie
Bauleistungen betreffen (Handwerker u.ä.).
Aber das doch wegen Garantie & Co. ?
Nein, wg. Umsatzsteuerbetrug.

Grüße
Matthias
Martin Hentrich
2005-06-24 06:47:25 UTC
Permalink
On Fri, 24 Jun 2005 08:33:52 +0200, Lutz Schulze
Post by Lutz Schulze
Wovon haben sie eigentlich die letzten Jahre gelebt? ;-)
Hey Lutz, der OP ist empfindlich. .. :-(

Martin
--
Sollte sich irgendjemand durch meine Äußerung dermaßen verletzt
fühlen, dass er an Maßnahmen zur Sicherung seiner bürgerlichen
Ehrenrechte zu denken sich genötigt fühlt, dann prüfe
er bitte zuerst seinen Ironiedetektor und trinke Tee.
Tobias Wendorff
2005-06-24 06:49:27 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
On Fri, 24 Jun 2005 08:33:52 +0200, Lutz Schulze
Post by Lutz Schulze
Wovon haben sie eigentlich die letzten Jahre gelebt? ;-)
Hey Lutz, der OP ist empfindlich. .. :-(
Nein, nur frustriert ... die FAQs über Gewerbe im Internet passen
auch irgendwie nicht auf Studenten und beim Finanzamt ist momentan
besetzt.
Harald Amelung
2005-06-24 08:08:46 UTC
Permalink
Hi Tobias,
Post by Tobias Wendorff
Nein, nur frustriert ... die FAQs über Gewerbe im Internet passen
auch irgendwie nicht auf Studenten und beim Finanzamt ist momentan
besetzt.
vielleicht findest du auf den Seiten der akademie.de ein paar brauchbare
Infos:
http://www.akademie.de/existenzgruendung/index.html

Ich bin auch Student und ich kann mich nicht entsinnen, dass ich bei der
Gewerbeanmeldung und dem Fragebogen für's Finanzamt irgendetwas über
Unterhalt oder Bafög oder so angeben musste. Da ging es nur um die
Umsatzerwartung und ob ich vorsteuerabzugsberechtigt sein will oder nicht...

Vielleicht gibt es in deinem Bekanntenkreis jemanden, der einen
Steuerberater kennt? Ansonsten hilft dir sicher auch die IHK. Oder
vielleicht gibt es sogar an deiner Uni kompetente Ansprechpartner
(Professoren, Existenzgründungsunterstützung etc.)?

Grüße
Harald
--
Harald Amelung, BSc

http://www.nuspirit.de
http://www.gmx-partner.de/X5980115
Martin Hentrich
2005-06-24 10:11:22 UTC
Permalink
On Fri, 24 Jun 2005 08:49:27 +0200, "Tobias Wendorff"
Post by Tobias Wendorff
die FAQs über Gewerbe im Internet passen
auch irgendwie nicht auf Studenten
Was soll denn da anders sein.

Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, daß Studenten auch nur Menschen
sind. Die Gesetze sind für ALLE (sorry, falls zu laut) gleich. Für
Studenten wird da bezogen auf das Gewerbe keine Ausnahme gemacht.

Sie dürfen eher mehr beachten, was mit dem Gewerbe weniger zu tun hat:

Wegfall der kostenlosen Familenversicherung über Eltern, falls
regelmäßig mehr als 340 Euro Einkünfte im Monat (dann günstige
studentische KV), Wegfall des Kindergeldes bei den Eltern, falls im
Jahr über 7680 Einkünfte und Bezüge (Unterhalt zählt nicht dazu) aber
BaFög). Wegfall des Studentenstatus, wenn mehr als 20 Stunden
Tätigkeit pro Woche innerhalb des Semesters.

Martin
--
Sollte sich irgendjemand durch meine Äußerung dermaßen verletzt
fühlen, dass er an Maßnahmen zur Sicherung seiner bürgerlichen
Ehrenrechte zu denken sich genötigt fühlt, dann prüfe
er bitte zuerst seinen Ironiedetektor und trinke Tee.
Martin Kissel
2005-06-25 21:20:40 UTC
Permalink
Post by Martin Hentrich
Wegfall der kostenlosen Familenversicherung über Eltern, falls
regelmäßig mehr als 340 Euro Einkünfte im Monat (dann günstige
studentische KV), Wegfall des Kindergeldes bei den Eltern, falls im
Jahr über 7680 Einkünfte und Bezüge (Unterhalt zählt nicht dazu) aber
BaFög). Wegfall des Studentenstatus, wenn mehr als 20 Stunden
Tätigkeit pro Woche innerhalb des Semesters.
Studenten einer Berufsakademie (zählen gleichzeitig als Student und
Auszubildender bzw. Angestellter) sind genau wie ein "normaler"
Angestellter zu betrachten. Da ist die KV-Versicherung ohnehin schon zu
zahlen und unter 20 Stunden pro Woche kommt man nur während des Urlaubs.
Aber der Rest ist wie bei "normalen" Studenten.
Post by Martin Hentrich
Wegfall des Studentenstatus, wenn mehr als 20 Stunden
Tätigkeit pro Woche innerhalb des Semesters.
Dieser Satz ist aus dem Kontext gerissen ja fast schon sig-würdig. ;-)
Matthias Kryn
2005-06-24 07:24:48 UTC
Permalink