Discussion:
Grundsteuer als Vermieter absetzen
(zu alt für eine Antwort)
Martin Baldt
2021-01-04 16:07:10 UTC
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Hallo,

ich habe gelesen, dass ich als Vermieter die Grundsteuer steuermindernd
als Ausgaben ansetzen darf. Gleichzeitig scheint man die Grundsteuer auf
den Mieter umlegen zu dürfen.

Ist es richtig, dass man die Grundsteuer steuermindernd ansetzen darf,
obwohl ja der Mieter diese bezahlt hat?

Grüße,
Martin
Detlef Meißner
2021-01-04 16:51:43 UTC
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Post by Martin Baldt
Hallo,
ich habe gelesen, dass ich als Vermieter die Grundsteuer steuermindernd
als Ausgaben ansetzen darf. Gleichzeitig scheint man die Grundsteuer auf
den Mieter umlegen zu dürfen.
Ist es richtig, dass man die Grundsteuer steuermindernd ansetzen darf,
obwohl ja der Mieter diese bezahlt hat?
Ich mache das so:

1. Alle Kosten, die für mich als Vermieter für die Wohnung anfallen,
auflisten (auch Grundsteuer)
2. Davon dann die Nebenkosten, die der Mieter zahlt abziehen. Diese
liste ich aber nicht separat auf.

Da steht dann bei den Einkünften:
1. Mieteinnahmen
2. Umlagen, erstattet mit Verrechnungen (das sind u.a die NK)

Detlef
Alexander Goetzenstein
2021-01-04 18:08:36 UTC
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Hallo,
Post by Martin Baldt
Ist es richtig, dass man die Grundsteuer steuermindernd ansetzen darf,
obwohl ja der Mieter diese bezahlt hat?
natürlich nicht: entweder, oder.
--
Gruß
Alex
Matthias Hanft
2021-01-04 18:29:34 UTC
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Post by Alexander Goetzenstein
Post by Martin Baldt
Ist es richtig, dass man die Grundsteuer steuermindernd ansetzen darf,
obwohl ja der Mieter diese bezahlt hat?
natürlich nicht: entweder, oder.
Das ist so verkürzt zumindest missverständlich (und meine Schwiegermutter
ist auch diesem Irrglauben erlegen, dass "der Mieter XYZ bezahlt", z.B.
das Heizöl oder andere Nebenkosten).

Der Mieter zahlt NIX davon! Der zahlt NUR seine Nebenkosten.

Richtig ist das, was Detlef geschrieben hat. In die Anlage V schreibt man
bei den Einnahmen (separat voneinander)
- die erhaltene Kaltmiete
- die erhaltenen Nebenkosten (i.d.R. 12 Vorauszahlungen und 1 Nachzahlung
oder Erstattung fürs Vorjahr)
- ggf. Parkplatz/Garage
Die Nebenkosten sollten die Grundsteuer beinhalten.

und auf die Rückseite alle Ausgaben, die man dafür gehabt hat, also ins-
besondere
- Hausgebühren (falls Verwalterabrechnung)
- Straßenreinigung, Müllabfuhr, Wasser, Abwasser, Heizöl etc. (falls
selbst vermietet)
- Grundsteuer
- Reparaturen, falls angefallen
- Abschreibung, falls noch nicht 50 Jahre vorbei sind

Gruß Matthias.
Martin Baldt
2021-01-07 12:55:49 UTC
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Post by Matthias Hanft
Richtig ist das, was Detlef geschrieben hat.
Danke, genau so habe ich es auch gemacht. Mathematisch läuft es aber
schon trotzdem darauf hinaus, dass man eine Steuerminderung für eine
Ausgabe erhält, die man von jemand anderem wieder komplett reinbekommen
hatte..
Detlef Meißner
2021-01-07 14:34:43 UTC
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Post by Martin Baldt
Post by Matthias Hanft
Richtig ist das, was Detlef geschrieben hat.
Danke, genau so habe ich es auch gemacht. Mathematisch läuft es aber
schon trotzdem darauf hinaus, dass man eine Steuerminderung für eine
Ausgabe erhält, die man von jemand anderem wieder komplett reinbekommen
hatte..
Wieso denn das?

Von deinen Ausgaben werden die Erstattungen durch den Mieter gegengerechnet.

200 € Grundstuer bezahlt, 200 € Grundsteuer erstattet bekommen.

Wo ist da die mathematisch ermittelte Steuerminderung?

Du kannst auch auf die Angabe der Grundsteuerausgaben bei gleichzeitiger
Erstattung durch den Mieter verzichten.
Beides ist eine Nullsummenrechnung.

Wenn du ein Steuerprogramm verwendest, dann zeigt es dir bei Eingabe
eines Betrages sofort an, was an Steuern zu zahlen ist. Auf diese Weise
kann man sehen, was die einzelnen Beträge ausmachen.

Detlef
Matthias Hanft
2021-01-07 16:54:50 UTC
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Post by Martin Baldt
Danke, genau so habe ich es auch gemacht. Mathematisch läuft es aber
schon trotzdem darauf hinaus, dass man eine Steuerminderung für eine
Ausgabe erhält, die man von jemand anderem wieder komplett reinbekommen
hatte..
Schon - aber dafür musst du das, was du reinbekommst, versteuern :-)

Gruß Matthias.

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